Telemedicus

Monatliche Archive

Kinderpornographie in virtuellen Welten?

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So vieles Unmögliche wird möglich, im virtuellen zweiten Leben. Was in der Realität nicht machbar ist, kann hier ausgelebt werden – und dabei wird nicht selten die dunkle Seite des Menschen offenbar.

Ein Problem stellt Kinderpornographie dar: In Netzwelten wie Second Life werden Kinder-Avatare (so heißen die virtuellen Menschen) „vergewaltigt“. Jedermann kann zusehen. Bei den Kinder-Avataren handelt es sich jedoch nicht um echte Kinder. Hinter ihnen stehen in Wirklichkeit Erwachsene, die das Geschehen vermutlich bewusst mitsteuern. Gespielte Vergewaltigungen also.

Fallen solche fiktiven Darstellungen unter das Verbot von Kinderpornographie? Diese Frage versucht Hendrik Wieduwilt bei „RechtReal“ zu beantworten: Artikel vollständig lesen

Die größte Verfassungsbeschwerde

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Ein Beitrag von Dr. Tobias Gostomzyk.

2008 beginnt mit einem Superlativ: Der „größten Verfassungsbeschwerde“ in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Vollmachten von über 25.000 Bürgern, heißt es, lägen vor. Das Verfahren wendet sich gegen das am 1. Januar 2008 in Kraft getretene Gesetz zur Telekommunikationsüberwachung und Vorratsdatenspeicherung. Künftig müssen Telekommunikationsunternehmen für sechs Monate speichern, wer wann mit wem wo elektronisch Kontakt hatte – ob per Telefon, E-Mail oder Internet. Dabei ist die Gesetzesnovelle eine Reaktion auf den Terrorangriff vom 11. September. Bietet sie auch mehr Sicherheit? Artikel vollständig lesen

„Nicht mehr kontrollierbar“

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„ZEIT online: Herr Flessner, nach Ihrer Meinung ist die Sammlung und Kontrolle unserer Daten eine unvermeidliche Folge der technologischen Evolution. Demnach wären die Beschwerden beim Bundesverfassungsgericht gegen die Vorratsdatenspeicherung sinnlos?

Bernd Flessner: Sie sind ein hoffnungsloses Unterfangen, weil so viele Konzerne und Institutionen mittlerweile Daten sammeln, dass das nicht mehr kontrollierbar ist. Man kann sich auch kaum einen Datenschutz vorstellen, der technisch in der Lage wäre, eine Speicherung zu verhindern. Die Datensammelei wird auf jeden Fall weitergehen.“

Einen pessimistischen Blick auf die Zukunft eröffnet der Wissenschaftler und Science-Fiction-Autor Bernd Flessner im Interview bei Zeit.de.

Zum Interview. Artikel vollständig lesen

SonyBMG: DRM-freie Musik nur mit Plastik-Karte

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SonyBMG hat nun die Details zum Verkauf von DRM-freier Musik bekannt gegeben. Demnach sollen Kunden Musik ohne Kopierschutz nicht einfach aus dem Internet herunterladen können. Die Konsumenten sollen in Elektronikmärkten Plastik-Karten mit speziellen Codes erwerben, die sog. „Platinum MusicPass“. Erst mit diesen Codes sollen die Musikstücke heruntergeladen werden können.

Die Begründung: Kunden wünschten ein physisches Produkt als Teil ihres Musik-Kaufes.

„We believe people want a physical product as part of their music purchase, and these cards speak directly to that desire – they have great graphics and a quality look and feel that will make them highly collectible.“

Der „Platinum MusicPass“ wird zunächst nur in den USA verfügbar sein. Ob er sich dort durchsetzen wird, ist fraglich. Alle Konkurrenten von SonyBMG bieten einen direkten Download über das Internet an, der deutlich unkomplizierter ist.

Bericht in der USA Today (Englisch).

Kritischer Kommentar von Andreas Göldi bei medienkonvergenz.com. Artikel vollständig lesen

Prof. Hoeren bloggt beim Beck-Verlag

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Einige hatten es ja schon erwartet: Der Beck-Verlag legt ein eigenes Weblog auf. Insgesamt vier Blogger veröffentlichen seit Mitte Dezember unter blog.beck.de.

Es bloggen unter anderem Dr. Axel Spies (Telekommunikationsrecht, MMR-Herausgeber) und Prof. Dr. Thomas Hoeren (Informationsrecht, Direktor der zivilrechtlichen Abteilung des Instituts für ITM in Münster). Artikel vollständig lesen

DRM ist endgültig tot: Auch Sony BMG steigt aus

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Sony BMG hat angekündigt, zukünftig auch Musik ohne DRM im Internet zu Verkauf freizugeben. Sony BMG ist das letzte der großen vier Major Labels, das auf DRM verzichtet. Die Konkurrenten Warner Music, Universal und EMI hatten sich bereits im letzten Jahr von der digitalen Rechteverwaltung verabschiedet.

Und das offenbar mit Erfolg: Nach Angaben von DRM-Anbietern verkauft sich Musik ohne DRM vier mal so gut wie geschützte Musikstücke. Dieses Geschäft will sich nun auch Sony BMG nicht entgehen lassen. Nach Angaben der Business Week experimentiert das Unternehmen bereits seit einigen Monaten mit DRM-freier Musik.

Inzwischen hat auch der Musik-Dienst Napster bekannt gegeben, in Zukunft MP3-Dateien anstatt von DRM-Stücken zum Verkauf anbieten zu wollen. Die von Napster angebotene Musik-Flatrate soll jedoch weiterhin auf DRM setzen. Dennoch scheint der Ausstieg von Sony BMG aus dem DRM-Geschäft der letzte Todesstoß für DRM gewesen zu sein. Mittlerweile bietet jeder große Musik-Dienst im Internet DRM-freie Musik zumindest als Alternative an.

Zum Artikel in der Business Week (Englisch).

(via) Artikel vollständig lesen

Vorratsdatenspeicherung und Anonymisierungs-Dienste

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Mit Einführung der Vorratsdatenspeicherung dürften Anonymisierungs-Dienste wie TOR oder JAP regen Zuwachs erhalten. Doch müssen diese Dienste nicht selbst alle Verbindungsdaten speichern? Dies wäre der Fall, wenn sie auch in den Anwendungsbereich des Telekommunikationsgesetzes fielen, also „Telekommunikationsdienste“ wären.

Das sei aber nicht der Fall, meint Dr. Julius Mittenzwei, Entwickler des Anonymisierungs-Netzwerkes TOR und Rechtsanwalt. Im Deutschlandfunk erklärt er seine Rechtsauffassung:

„Wir gehen davon aus, dass es [TOR] ein Telemediendienst ist, dass es kein Telekommunikationsdienst ist und deshalb schon von vornherein aus dem Anwendungsbereich der Vorratsdatenspeicherung herauszunehmen ist. Weil es eben nicht auf dem untersten Layer ansetzt, sondern ein Dienst ist, der auf einem Telekommunikationsmedium, das schon besteht, aufsetzt.“

Doch stimmt das wirklich? Artikel vollständig lesen

Handy-TV: Wie geht’s weiter?

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2008 wird das Jahr der Entscheidung für Handy-TV. In den nächsten Monaten entscheidet sich, ob Handy-TV jemals zum profitablen Massenmedium wird – oder ob das „Mäusekino“ als denkwürdiger Fehlschlag in die Geschichte des Medienmanagements eingeht.

Nach einigen wichtigen Entwicklungen zum Jahreswechsel bringt uns die Berliner Zeitung auf den neuesten Stand:

Gerade noch rechtzeitig vor dem Jahreswechsel hat der Plattformbetreiber Mobile 3.0 Verträge mit den wichtigsten deutschen Fernseh- und Rundfunkanbietern abgeschlossen. … Die Landesmedienanstalten haben Mobile 3.0 schon 2007 die Lizenz dafür in Aussicht gestellt – die Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone und O2 hatten damals das Nachsehen. … Mobile 3.0 rechnet nun damit, bereits Anfang des Jahres die Lizenz für DVB-H zu erhalten. Spätestens zur Fußball-EM soll das Programmbouquet stehen.

Allerdings muss sich Mobile 3.0 noch mit dem künftigen DVB-H-Netzbetreiber T-Systems einigen. Problematisch ist auch, dass es vermutlich nicht gelingen wird, den Dienst kostenlos anzubieten.

Der ganze Text in der Berliner Zeitung. Artikel vollständig lesen

Ausblick 2008

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Im Jahr 2007 sind viele medienrechtliche Themen ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Dieser Trend setzt sich auch im neuen Jahr ungebremst fort. Das Jahr 2008 wird in dieser Hinsicht wahrscheinlich so interessant wie kein Jahr zuvor. Mit dem 2. Korb zum UrhG und der Vorratsdatenspeicherung stehen gleich zwei umwälzende Reformen an. Daneben werden auch viele kleinere Gesetze erwartet, ebenso einige Grundsatzurteile des BVerfG.

Telemedicus gibt einen Ausblick auf die wichtigsten anstehenden Änderungen:

• Der zweite Korb zum UrhG
• Das Gesetz zur besseren Rechtsdurchsetzung im Immaterialgüterrecht
• Der Rundfunkstaatsvertrag
• Die neue Fernsehrichtlinie
• Die UWG-Reform
• Das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung
• Das BKA-Gesetz
• Die TK-Märkteempfehlung der Europäischen Kommission
• Das MoMiG
• Grundsatzurteile zu Online-Durchsuchung, Vorratsdatenspeicherung und automatischen Kennzeichenerfassung
• Den Erbfall Springer vor dem OLG Hamburg Artikel vollständig lesen